Die Firma Schippers & v.d. Ville wurde 1912 in Hamburg gegründet. Neben Hugo Haase ist der Name Schippers & v.d. Ville mit einer der wichtigsten im Zusammenhang mit der Geschichte der Schaustellerei und der Fahrgeschäfte.

Josef Schippers war auch bekannt als "Größter Gardesoldat aller Zeiten". Mit einer Größe von 2,12 m (mit Helm 2,39 m) war er Anfang des letzten Jahrhunderts eine echte Attraktion bei diversen Zurschaustellungen. Nachdem Josef Schippers 1948 verstarb, trat sein Sohn, Josef Schippers II in seine Fußstapfen und führte das Geschäft mit Otto v.d. Ville weiter.

 

Otto van der Ville

Otto Ernst Wilhelm van der Ville kam als Artistenkind auf die Welt.Hauptattraktion der Schaustellerfamilie van der Ville war der Feuerfresser Ewahuh. Otto van der Ville begann als Seilläufer und später als Schwertschlucker. Wann er genau verstarb, ist zurzeit leider unbekannt.

Angefangen hat alles einer Schaubude mit einer Frontlänge von 5 m. Nach dem ersten Weltkrieg reist man mit einem Cake Walk, einem Teufelsrad und einem Kettenkarussell. 1923 erwarb man ein Grundstück in Hamburg-Altona, auf dem eine Fabrik entstand, in der man sich nicht nur um die Karussells kümmerte, mit denen Schippers & v.d. Ville reisten; man entwickelte dort auch neue Karussells und baute sie dort. Zum Beispiel wurde 1929 eine Gebirgsbahn gebaut, das damals größte transportable Fahrgeschäft der Welt. Diese Fabrik befand sich in der Oeverseestraße 14 - 20. 

Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 52 verschiedene Fahrgeschäfte von der Firma Schippers & v.d. Ville betrieben. Beispielsweise reiste man mit:

  • Autorennbahn
  • Super-8-Bahn
  • Fliegender Hammer
  • Mambo
  • Wasser-Skooter
  • Bumerang
  • Komet
  • Hula-Hupp
  • Caterpilar
  • Windrose
  • Zwergenstadt
  • Autoskooter

Nach dem zweiten Weltkrieg waren Schippers & v.d. Ville zeitweise mit 8 bis 9 Fahrgeschäften auf dem Hamburger Dom vertreten. 1953 reiste die Firma mit 16 Fahr- und Belustigungsgeschäften. Sie hatte 130 feste Arbeiter und Angestellte und beschäftigte monatlich 200 - 300 Aushilfen.

 1967 trennte sich Josef Schippers von Otto v.d. Ville. 1984 verstarb Josef Schippers schließlich. Die verbliebenen Fahrgeschäfte wurden von seinem Sohn Horst verkauft. Dieser soll noch kurze Zeit mit einem Imbiß gereist sein und hat dann die Reise aufgegeben.

Dieses Schild findet sich heute noch am Super-Skooter der Firma Rasch.

 

Links:

Schwarzkopf-Prospekt der Super-8-Bahn

 

 

Auch hier wären wir für Ergänzungen und natürlich vor allem Bilder dankbar!

 

 

 

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